Der Vorsitzende der CDU/FDP-Gruppe im Rat der Gemeinde Adendorf, Gunther von Mirbach, hat zu dem Antrag, die Grundschule Adendorf in Zukunft „Wolfgang Mirosch Grundschule“ zu nennen, die nachfolgende Rede gehalten. Er spricht sich darin für das Gedenken an Wolfgang Mirosch, der im zarten Alter von sieben Jahren Mordopfer des Nationalsozialismus geworden ist, aus, aber auch dafür, der Grundschule den Namen einer ‚Lichtgestalt‘ zu geben, die bei Beschäftigung mit dieser Person auch Ansporn für die heutigen Schüler sein kann und soll. Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes, eine ‚Lichtgestalt‘ ist eine angesehene Person, die das Vorbild vieler ist. In diesem Sinne benannte er Personen des Widerstandes gegen Hitler und den Nationalsozialismus als eine Möglichkeit der Grundschule einen anderen Namen zu geben. Heute weist er ergänzend auf seine Verwandte „Maimi von Mirbach“ hin, die in Potsdam Juden in ihrem Hause versteckte und ihnen zur Flucht verhalf. Dafür wurde sie von der Stadt Potsdam 1995 mit einem Straßennamen und einer Gedenktafel an ihrem Hause geehrt, schon 1981 wurde sie vom Staat Israel als eine „Gerechte unter den Völkern“ in Yad Vashem mit dem Spruch „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet,“ gewürdigt. Gunther von Mirbach, Fraktions-u. Gruppenvorsitzender Adendorf –  Zum Antrag von Markus Graff, die Grundschule Adendorf künftig „Wolfgang Mirosch Grundschule“ zu nennen

Fraktionsvorsitzender Gunther von Mirbach


Herr Ratsvorsitzender, meine Damen und Herren,

das ist ein sensibles Thema.

Die Lebensgeschichte und das Schicksal dieses Kindes ist uns aufgrund der Forschungsarbeiten von Frau Stankowski und der Arbeit der Schüler/innen und Frau Raykowski bekannt. Wolfgang Mirosch ist durch Verhungernlassen im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet worden. Er ist ein Opfer des Nationalsozialismus wie Millionen andere Menschen.

Wir alle verabscheuen das 12jährige Unrechtsregime in Deutschland und schämen uns der Verbrechen, die in deutschem Namen begangen worden sind.

Zur Erinnerung an Wolfgang Mirosch haben wir einen Stolperstein setzen lassen und eine Gedenktafel an der Schule, wo Wolfgang Mirosch wenige Monate gelernt hat, angebracht. Nein, es sind zwei Gedenktafeln. Das ist gut so und eine notwendige und angemessene Art, an ihn zu erinnern.

Welchen Namen soll eine Schule tragen?

Denjenigen des Ortes, wie wir es bisher handhaben, wenn wir nicht mal von der „Weinbergsschule“ oder der „Dorfschule“ zur besseren Ansprache des Standortes sprechen
oder
den einer bedeutenden Person mit oder ohne Bezug zu Adendorf oder schulischem Bezug (Pädagoge)
oder
den einer Person der Zeitgeschichte z.B. Schriftsteller (Wilhelm-Raabe-Schule, Johann-Gottfried Herder oder Angehörigen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus)

Da fallen mir viele ein:
Bernhard Letterhaus (christl. Gewerkschafter), Julius Leber (SPD-Abgeordneter) oder Ursula Goetze oder Eva-Maria Buch (rote Kapelle) oder Sophie Scholl (Weiße Rose, Kindergärtnerin, Studentin der Biologie und Philosophie), in Lüneburg haben wir eine Alfred-Delp-Straße, in Adendorf eine von-Stauffenberg-Str. (ohne Vornamen, so dass wir allerdings nicht wissen, ob damit Claus oder Berthold gemeint ist). Das sind alles Personen, die eine Leistung erbracht haben. Sie und viele andere eignen sich, um unserer Schule einen Namen und damit ein Gesicht zu geben. Wir möchten, dass der Namensgeber unserer Schule eine ‚Lichtgestalt‘ ist und der Name damit auch bei Beschäftigung mit ihm Ansporn werden kann. Wir möchten nicht, dass die Schule den Namen eines Opfers trägt, angesichts seines Alters war Wolfgang Mirosch natürlich noch nicht in der Lage eine Leistung zu vollbringen.

Wenn wir die Entscheidung treffen – die heute  nicht ansteht -, dass die Schule einen Namensgeber bekommen soll, dann muss zunächst eine Findungskommission, bestehend aus Schulvertretern und dem Schulträger, gebildet werden, die Kriterien festlegt und dann Vorschläge erarbeitet und vorlegt.

Den Antrag, unsere Grundschule „Wolfgang Mirosch Grundschule“ zu nennen, lehnt die CDU/FDP-Gruppe ab.

Gunther von Mirbach, 19.08.2019

Christina von Mirbach und Lena Düpont einig: Frauen können Politik!Format „Damenwahl“ mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung kam beim Publikum gut an

Christina von Mirbach (CDU), Bürgermeisterkandidatin in Adendorf, und Lena Düpont (CDU), Europakandidatin, sind sich einig: Frauen können Politik! Mehr Frauen sollten sich in Politik einmischen, ihre Vorstellungen selbst zur Geltung bringen und das nicht den Männern überlassen. „Frauen müssen sich selbst Politik zutrauen, dann traut man ihnen auch Politik zu“, so Christina von Mirbach in der Talkshow „Damenwahl“, die jetzt in Adendorf stattfand.

von links: Isabell Arlt, Burkhard Schmeer und Christina von Mirbach

Zwischen launigen Einlagen von Burkhard Schmeer und Isabell Arlt sowie Cocktails vom Landratskandidaten Jens Böther antworteten die beiden Kandidatinnen auf viele politische Fragen aus dem Publikum. Steffen Gärtner, Bürgermeisterkandidat in Gellersen, unterstützte dabei als charmanter Talkmaster.
 

von links: Christina von Mirbach, Steffen Gärtner und Lena Düpont

Eine zurückhaltende Bebauung mit viel Grün sowie die Entwicklung eines ganzheitlichen Entwicklungskonzeptes im Bürgerdialog fordert Christina von Mirbach für Adendorf. Das Busangebot für Erbstorf müsse verbessert werden, zumal der Busverkehr wichtiges Verkehrsmittel bliebe, auch wenn der Bahnhaltepunkt in Adendorf kommt.


Lena Düpont, CDU-Europakandidatin, hält einen Standort für das Europäische Parlament für ausreichend. Ausserdem bejahte sie die Frage, ob Europa eine eigene Armee brauche. „Die internationalen Entwicklungen der letzten Jahre mit dem veränderten Verhältnis zu den USA unter Trump, dem islamischen Staat sowie die expansive Politik Russlands verlangen, dass die Europäer sich selbst schützen“, so Lena Düpont.

Elektromobilität leistet einen Beitrag zum Umweltschutz, weil sie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt. Christina von Mirbach, Adendorfer CDU-Bürgermeisterkandidatin, wirbt für Elektro-Autos und zeigt ein solches am Freitag, den 03.05.2019, vormittags bei Bergmanns Lebensmittelmarkt und ab 14 Uhr beim Wochenmarkt in Adendorf sowie an den zwei folgenden Wochenenden. Adendorferinnen und Adendorfer sind zu einer Probefahrt eingeladen.

Christina von Mirbach

Man kann also mal ein Gefühl für die Leistung eines solchen Fahrzeuges bekommen und sich informieren und ein Bild davon machen, ob eine Nutzungsmöglichkeit beim eigenen Anforderungsprofil besteht. Der Mix von Autos mit Verbrennungsmotoren und Elektroautos muss das Ziel der Politik sein. Dieser sollte möglichst schnell herbeigeführt werden, um das Klimaziel eines maximalen Anstieges der Temperaturen um maximal 1,5 Grad zu erreichen. In Adendorf sollten noch einige zusätzliche Ladestationen errichtet werden, soweit nicht Ladestationen an Einkaufsläden sowie bei Arbeitgebern schon vorhanden sind. Einfaches Laden ist letztlich auch an jeder eigenen Steckdose in der Garage möglich. Die Bürger sind eingeladen, sich am CDU-Informationsstand am Wochenende weitere Informationen einzuholen.

Christina von Mirbach möchte die umweltschonende Elektromobilität auch in Adendorf deutlich ausbauen. Die Umrüstung der Fuhrparks von Behörden, von Handwerksbetrieben, von Taxi- und Busunternehmen sollte vorangetrieben und gefördert werden.